Mental Blog

Diese Sache mit den Emotionen

Emotionen steuern & regulieren statt "zu viel" oder unterdrücken

Zeigt man sie zu stark, hat man schnell den Stempel „zu emotional“ zu sein, zeigt man keine Emotionen wirkt man unnahbar, kalt und distanziert.
Wie immer ist das Mass der Dinge entscheidend.
Um seine Emotionen steuern zu können, sollte man sie - und damit in erster Linie einmal sich selbst - erst überhaupt einmal kennen. Spannend dabei, die verschiedenen Emotionen am besten in ihren feinen Nuancen benennen können!

Sport ist ein tolles Ventil. Einerseits um Angestautes auf andere Art und Weise zu verarbeiten und den Kopf frei zu bekommen. Und wer kennt die Situation nicht, wo der kühlste, souveräne Kopf bei der Sportveranstaltung oder dem Fernseher plötzlich sehr wohl, sehr emotional werden kann.

Wesentlich ist aus meiner Sicht nicht die Emotion an sich, sondern der Umgang damit – und vor allem der respektvolle Umgang mit dem Umfeld.
Erst wenn man sich selber kennt, seine Emotionen und Gefühle die einen im Leben begleiten, dann wird man wieder der Steuermann/die Steuerfrau über sein Leben und gewinnt zudem an Kraft.

Erst dann, wenn man beginnt sich mit ihnen auseinanderzusetzen, können die Emotionen nicht mehr die Kontrolle übernehmen. Besser ausgedrückt - unkontrolliert Überhand nehmen. Man kann sie wahrnehmen und beginnen jedes Mal, wenn sie einem begegnen sie anzunehmen und so sein Verhalten steuern. Wohlgemerkt, steuern – nicht unterdrücken. Unterdrücken und verdrängen kostet Energie mit dem Ergebnis, dass es eines Tages unkontrolliert heftig werden kann, wenn es im Kochtopf mit zugehaltenem Deckel zu kochen und brodeln beginnt und der Druck – welcher Emotion auch immer – entweichen muss.

Gefühle und Emotionen sind etwas Positives – sie zeigen uns, dass wir am Leben sind. Lernen Sie Ihre Emotionen und Gefühle kennen, seinen Sie mutig und Sie werden belohnt. Nutzen Sie die Energie der Emotion lieber für die Erreichung Ihrer Ziele, anstatt die Emotion steuern zu lassen.

Noch ein Beispiel aus dem Sport – nehmen wir Fussball.
Die Mannschaft ist euphorisch nach einem Tor und erhält kurz darauf ein Gegentor.
Die Mannschaft ist frustriert nach einem Gegentor und erhält kurz darauf gleich noch eines.
Fazit: Nicht die Emotion steuern lassen, sondern die Emotion annehmen und die Situation selber steuern.


PS: Der Stempel „zu emotional“ wird gerne von denjenigen vergeben, die selber gerne den Deckel auf den Kochtopf drücken und nicht mutig genug sind hinzusehen/-fühlen und mit Emotionen gar nicht umgehen können. Nicht mit den Emotionen des Umfeldes und schon gar nicht mit den eigenen.